Zürich: Neue Fussgängerverbindung über das Gleisfeld und neue Nutzung eines Landstreifens

Ab Herbst 2020 soll eine neue Fussgängerbrücke – der Negrelligsteg – das Gleisfeld vor dem Zürcher Hauptbahnhof überspannen. Die SBB und die Stadt Zürich teilen sich die Kosten je hälftig. Ganz in der Nähe, beim Zollgarten, wollen die SBB und die Genossenschaft Kalkbreite derweil ein gemeinsames Nutzungskonzept für ein Grundstück erarbeiten.

Im kommunalen Richtplan ist eine Verbindung über das Gleisfeld vor dem Zürcher Hauptbahnhof seit längerem vorgesehen. Diese soll nun als Negrellisteg bis 2020 realisiert werden. Die neue Fussverbindung reicht vom Gustav Gull-Platz bei der Europaallee zum Negrelliplatz im Bereich der Klingenstrasse. Die Erstellungskosten in der Höhe von rund elf Millionen Franken werden von der SBB und der Stadt je zur Hälfte getragen.

Ein «schwebender» Steg für 11 Millionen

Aus bahnbetrieblichen Gründen mit nur wenigen Stützen versehen, scheint der 160 Meter lange Steg über dem Gleisfeld zu schweben. Auf der Seite Europaallee und Zollstrasse schwingen sich die Treppenauf- und Abgänge in Spiralform um die runden Lifttürme.

Visualisierung des Negrellistegs vom Gleisfeld aus (Nightnurse Images).

Als nächster Schritt wird nun das abgeschlossene Vorprojekt der Bevölkerung zur Stellungnahme unterbreitet gemäss §13 des Strassengesetz. Die Planauflage wird vom Tiefbauamt der Stadt Zürich amtlich publiziert. Die öffentliche Planauflage im Amtshaus V und Internet dauert vom Freitag, 4. Mai 2018 bis Montag, 4. Juni 2018.

Nutzung vom Quartier fürs Quartier

Auf der einen Seite des Negrellistegs, beim Zollgarten, soll derweil ein brachliegendes Grundstück genutzt werden. Zwischen der SBB und der Genossenschaft Kalkbreite gibt es hierzu eine gemeinsame Absichtserklärung.

In dieser Absichtserklärung ist als Ziel ein gemeinsames Nutzungskonzept definiert. Sobald dieses feststeht, soll das Areal, das etwas mehr als 600 Quadratmeter umfasst, in Gebrauchsleihe befristet an die Genossenschaft abgetreten werden. Das Ziel sind nicht gewinnorientierte, quartierbezogene Veranstaltungen und Nutzungen.

 

 

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