Düdingen: Die Toggelilochbrücke erhält ein neues Kleid

Die SBB saniert auf der Strecke Freiburg–Bern die Eisenbahnbrücke in Düdingen. Die Arbeiten an der Toggelibrücke haben im Spätherbst 2016 begonnen und dauern bis Ende Februar 2018. Aktuell sind bis Ende Juni Tiefbauarbeiten auf der Jura-Seite im Gang.

Beim Viadukt, welches bei Pendlern und Anwohnern auch als Toggelibrücke bekannt ist, führt die SBB wichtige Erneuerungsarbeiten durch: Die Brückenplatte wird erneuert und die Pfeiler saniert. Die SBB nimmt diese Sanierungsarbeiten vor, um die Lebensdauer der Brücke zu verlängern und die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Die Toggelibrücke befindet sich auf der Linie Lausanne–Bern.
Die Düdinger Eisenbahnbrücke (hier vor Beginn der Arbeiten)  befindet sich auf der Linie Lausanne–Bern.

Das Projekt sieht den Abbruch des oberen Teils der bestehenden Brückenplatte und den Neubau eines Stahlbetontrogs vor. Ausserdem wird eine neue Dichtung eingebaut und das Entwässerungssystem verbessert. Dies bietet einen grösseren Schutz der Bausubstanz vor Wassereintritt. Weiter wird die Brückenplatte verbreitert, um den Abstand zwischen den Gleisen auf 3,80 Meter und den Abstand zwischen Gleis und Schutzgeländer auf 3,10 Meter zu erhöhen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 14 Millionen Franken.

Keine Beeinträchtigung des Bahnverkehrs

Die Sanierung des Viadukts erfolgt in zwei Phasen, zunächst juraseitig, danach alpenseitig: Sobald der Abbruch des juraseitigen Gleises abgeschlossen ist, werden Tiefbauarbeiten für den Neubau des Trogs durchgeführt. Ende Juli 2017 folgt die Kernetappe: der Spurwechsel. Ab dann verkehren die Züge auf dem neuen Gleis, während die Bauarbeiten am alpenseitigen Gleis fortgesetzt werden. Der Bahnverkehr wird nicht beeinträchtigt. Die Kundinnen und Kunden werden einzig die Verlangsamung des Zuges auf 50 km/h bemerken, bevor dieser das Viadukt überquert.

18 Monate Bauarbeiten

August–September 2016: Anpassung der Sicherungsanlagen sowie der Fundamente der Fahrleitung

Oktober 2016: Gleisänderung: Gleisverschiebung, Erhöhung und Einbau von Weichen zur Verzweigung von Zugverbänden

November–Dezember 2016: Baustellenaufbereitung und Positionierung von Schotterblech im Gleiszwischenraum

Januar 2017: Abbruch juraseitiges Gleis (Gleis 12) + Fahrleitung.

Februar 2017–Juni 2017 Tiefbauarbeiten Seite Jura

Juli 2017: Ausstattung des neuen juraseitigen Gleises

  1. Juli 2017: Inbetriebnahme juraseitiges Gleis

August 2017: Abbruch alpenseitiges Gleis und Fahrleitung

August 2017–November 2017: Tiefbauarbeiten Seite Alpen

Dezember 2017: Ausstattung des neuen alpenseitigen Gleises

9.12.2017: Wiederaufnahme Zugbetrieb auf beiden Gleisen

Dezember 2017 bis Januar 2018: Abschlussarbeiten

Unterhalt von 6103 Brücken
Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt: Im letzten Jahr fuhren auf jedem Hauptgleis durchschnittlich 101,5 Züge pro Tag. Was so intensiv genutzt wird, muss gepflegt werden. Der Bahnunterhalt ist unerlässlich, um die Sicherheit und Pünktlichkeit der Züge zu gewährleisten. Bis 2020 wird die SBB deshalb rund 200 der gesamthaft über 6‘000 Eisenbahnbrücken sanieren.

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