Eppenbergtunnel: Abtransport von Gestein wird ab 19. Juni wieder aufgenommen

Seit Mitte März 2017 wird das Tunnelausbruchmaterial aus dem Eppenberg zur Sondermülldeponie Kölliken gebracht, wo damit die sanierte Baugrube aufgefüllt wird. Regelmässige Kontrollen haben gezeigt, dass darin geringe Mengen von natürlichem Erdöl enthalten sind. Deshalb pausierte die Auffüllung der Deponie vorübergehend. Ab 19. Juni sind die Lastwagen wieder zwischen der Baustelle und Kölliken unterwegs. Das erdölhaltige Gestein wurde fachgerecht entsorgt.

Die sanierte Grube der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) soll mit gleichen Gesteinsart aufgefüllt werden, die dort vorkommt. Um die Sauberkeit des Füllmaterials sicherzustellen, wird das für den Eppenbergtunnel ausgebrochene Gestein regelmässig chemisch untersucht. Dabei wurden fossile Kohlenwasserstoffe entdeckt, die vermutlich von einem natürlichen Erdöl-Vorkommen im Eppenberg stammen. Die Tunnelbohrmaschine hatte eine rund 50 Meter dicke, leicht erdölhaltige Gesteinsschicht erbohrt. Da das Tunnelausbruchmaterial damit die von der SMDK geforderte Qualität nicht erfüllt, durfte es nicht für die Wiederauffüllung verwendet werden.

Die erdölhaltige Untere Süsswassermolasse ist von Auge nicht vom unbelasteten Aushubmaterial zu unterscheiden. Auf dem Bild ist unbelastetes Material zu sehen. (Bilder: SMDK)

Das leicht erdölhaltige Material – rund 20 000 Tonnen – wird fachgerecht entsorgt. Ende Mai wurde das bereits in Kölliken deponierte Gestein wieder ausgebaggert und in die dafür geeignete Deponie Tännlimoos in Baar ZG transportiert. Dafür waren insgesamt rund 100 Lastwagenfahrten nötig, die während knapp 10 Tagen durchgeführt wurden. Diese Transporte sind inzwischen abgeschlossen.

Die Transporte des Ausbruchmaterials aus dem Eppenbergtunnel von der Wöschnau zur Sondermülldeponie Kölliken werden ab 19. Juni wieder aufgenommen. Auch die Verkehrslotsendienste an den Fussgängerstreifen in Kölliken und Gretzenbach sind ab dann wieder im Einsatz. Insgesamt sollen bis im Sommer 2017 rund 350 000 Tonnen Gestein aus dem Eppenbergtunnel nach Kölliken transportiert werden.

Der Tunnelvortrieb ist zeitlich auf Kurs. Das neuste Ausbruchmaterial enthält keine Spuren von Erdöl mehr und wird vor dem Transport nach Kölliken auf der Baustelle zwischengelagert. Für die Umwelt besteht keine Gefahr.

Natürliches Erdöl-Vorkommen ist in der Region nicht unüblich: Im Gönhard-Stollen südlich von Aarau wurde in den 1960er Jahren ebenfalls erdölhaltiges Gestein gefunden.

Informationen zum Projekt Eppenbergtunnel: sbb.ch/eppenberg

Informationen zur Sondermülldeponie Kölliken: smdk.ch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.